Baurecht für Landesstraßenausbau und Teilortsumgehung Möhra

Die Ortsumgehung Witzelroda der B19 ist die größte Baumaßnahme dieses Jahres im Moorgrund. Weniger kosten- und bauintensiv und weniger spektakulär, aber nicht minder wichtig für die Gemeinde ist die Straßenbaumaßnahme L 1023 Möhra-Ettenhausen und K98 Möhra-Oberrohn.

Der Planfeststellungsbeschluss als Voraussetzung für die Realisierung dieser Baumaßnahme ist Anfang Dezember 2018 ergangen, nach der erforderlichen Auslegung besteht seit Ende März nach vielen Jahren Planungszeit endlich Baurecht.

Der weitere Ausbau der Landesstraße 1023, die in Ost-West-Richtung die B 19 mit der B 84  verbindet, sowie der Kreisstraße 98 ist ein Gemeinschaftsprojekt des Freistaates Thüringen, des Wartburgkreises, der Gemeinde Moorgrund und des Wasser- und Abwasserverbandes (WVS) Bad Salzungen. Diese Partner legen nun im nächsten Schritt den Zeitplan für die Umsetzung fest.

Stück für Stück wurde die Landesstraße seit vielen Jahren saniert und der verbleibende Lückenschluss zwischen Ettenhausen/Suhl und der Bahnhofsstraße in Möhra kann wahrlich als Holperpiste bezeichnet werden. Dies wird in absehbarer Zeit der Vergangenheit angehören. In einer Gesamtlänge von etwas über anderthalb Kilometer wird die Landesstraße 1023 den Standards entsprechend ausgebaut, die vorhandene Kuppenausrundung sowie die Kurve im Bereich der Ausbaustrecke werden entschärft. Die Gesamtkosten veranschlagte man zu Beginn des Planfeststellungsverfahrens mit 1,4 Millionen Euro für die L 1023 und mit 700.000 Euro für die K 98. Baubeginn bzw. Bauende der L 1023 ist innerörtlich die Möhraer Bahnhofstraße. Entlang der vorhandenen Bebauung linksseitig zum Ortsausgang hin wird ein Gehweg in Verantwortung der Gemeinde angelegt, die die Baumaßnahme gleichzeitig nutzt, um den Rainweg am Kindergarten entlang ordentlich herzustellen. Damit wird die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer erheblich verbessert, was auch den Forderungen der örtlichen Anlieger entspricht.

Ebenso wichtig ist auch die Neuanbindung der K 98 mit einer Umgehung. Diese etwa 590 Meter lange Strecke zweigt von Oberrohn kommend vor dem Ortseingang von Möhra von der jetzigen Trassenführung ab, verläuft westlich an Möhra vorbei und bindet rechtwinklig an die L 1023 an. Dazu wird die Einmündung zur L 1023 neu gebaut, wobei diese in Richtung Oberrohn zur K 98 eine Linksabbiegespur erhält. Mit dieser verkehrssicheren Neutrassierung entfällt die jetzige spitzwinklige Anbindung innerhalb der Ortslage (Bahnhofstraße-Oberrohner Straße), die die Sichtverhältnisse für Autofahrer stark einschränkt und dadurch die Unfallgefahr erhöht. Vor allem für LKW, die die Firmen in der Oberrohner Straße beliefern bzw. von dort Waren abholen, verbessert sich die Situation, da sie nicht zwingend durch den Ort fahren müssen. Die Fahrbahnbreite wird von jetzt 5 auf 6 Meter verbessert. Natürlich geht damit auch eine Verringerung des Verkehrslärmes einher. Zum Wohnprojekt des Dharmazentrums entsteht eine fußläufige Verbindung. Die Oberrohner Straße (alte K 98 im Ortsbereich) bekommt ebenfalls einen neuen Anschluss an die K 98.

Im Zuge der Baumaßnahme wird die Entwässerung in der Ortsdurchfahrt Möhra verbessert. Durch die Anbindung an die zentrale Klärung entfallen künftig auch die durch die flache Topographie hervorgerufenen, bisher oftmals wahrnehmbaren unangenehmen Gerüche des natürlichen Vorfluters bei Wassermangel.

Das Baurecht für diese komplexe Baumaßnahme ist gegeben. Wann genau und mit welchem Teilstück begonnen wird, bleibt der Abstimmung der beteiligten Träger überlassen. Als Baubeginn wurde bei einer ersten Beratung das nächste Kalenderjahr genannt. Lange wird es nicht mehr dauern und ein weiterer Schritt für mehr Lebensqualität in und um Möhra ist Realität.