Freigabe der Trinkwasserversorung in Etterwinden

Seit Samstag, den 24. August 2019 ist die Trinkwasserversorgung im Ortsteil Etterwinden nach Angaben des zuständigen Zweckverbands „Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Horschlitter Mulde – Berka/Werra“ uneingeschränkt sichergestellt. Das zuständige Gesundheitsamt hat nach Vorlage offizieller Laborergebnisse eine entsprechende Freigabe erteilt. „Die Analysen haben eine einwandfreie Trinkwasserqualität in Etterwinden ergeben“, teilte der Wasserversorger in einem am Samstag an alle Etterwindener Haushalte verteilten Informationsschreiben mit, „Das Leitungswasser kann sofort wieder als Trinkwasser genutzt werden.“

Am Dienstag, den 20. August 2019, hatte das Gesundheitsamt des Wartburgkreises eine Nutzungseinschränkung für das in Etterwinden geförderte und als Trinkwasser aufbereitete Quellwasser erlassen. Grund dafür waren bei einer Routineüberprüfung des Trinkwassers festgestellte Grenzwertüberschreitungen bei der Anzahl der Kolibakterien an der Messstelle des Hochbehälters. Die Werte an der zweiten Messstelle im Ortsnetz von Etterwinden zeigten hingegen zu keiner Zeit Auffälligkeiten.

Dennoch hat das Gesundheitsamt als in einem solchen Fall zu erlassene Vorsichtsmaßnahme angeordnet, dass die Verbraucher das Trinkwasser für die Zubereitung von Speisen und Getränken, für das Waschen von Obst und Gemüse, zum Zähneputzen und für medizinische Zwecke abzukochen haben. Die Horschlitter Mulde hatte mit einer Anpassung der Chlorzugabe reagiert.

Eine am Donnerstag stattgefundene, erneute Messung unmittelbar an der ersten Verbraucherstelle im Ort hatte dann eine Entwarnung nach Vorlage der endgültigen Ergebnisse am Samstag zur Folge, da das gesamte Ortsnetz von Etterwinden über einwandfreies Trinkwasser verfügt.

Den Grund für die Bakterienbelastung an der Messstelle unmittelbar am Hochbehälter sieht der zuständige Zweckverband in den in diesem Sommer stark gestiegenen Temperaturen des Quellwassers. „Normalerweise liegt die Temperatur bei acht Grad Celsius, zurzeit sind es fast 15 Grad.“, sagte der Werkleiter Martin Lindner. Je wärmer das Wasser, umso besser könnten sich Bakterien vermehren.