Halbzeitbilanz der aktuellen Förderperiode der Dorfentwicklung im Moorgrund

Unser Moorgrund ist in sein letztes Jahr als eigenständige Gemeinde gestartet. Da lohnt sich ein Blick auf den aktuellen Stand der Umsetzung des Dorfentwicklungspro-gramms. In den Jahren 2016 und 2017 wurde für den gesamten Moorgrund mit allen Ortsteilen ein langfristiges Entwicklungskonzept erstellt und im Sommer 2017 im Thüringer Infrastrukturministerium verteidigt. Als Ergebnis erfolgte die Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm für den Förderschwerpunkt Witzelroda ab dem Jahr 2018 und damit begann schließlich die Umsetzung des viele Maßnahmen umfassen-den Konzepts.

Was wurde bisher erreicht? In Witzelroda konnte die Fachwerkfassade des Dorfge-meinschaftshauses saniert werden, in Etterwinden umfassend die Alte Schule, in Kupfersuhl die Pumpstation. Der Bau des Landwirtschaftsweges Grundsgraben, die Außenanlagen der Triftstraße 2 in Etterwinden und der Bau einer Dorfscheune am Festplatz in Gräfen-Nitzendorf gehören zu den bereits realisierten Projekten. Eine Nachnutzung erfährt nun auch die ehemalige Gaststätte „Thüringer Wald“ in Wald-fisch, die seit Jahresbeginn durch einen privaten Investor zu Mietwohnungen ausge-baut wird. In Möhra gelang es, am Geflügelpark die Toilettenanlage pünktlich zum Reformationsfest im Jubiläumsjahr 2017 zu bauen, der Radweg Barchfeld – Lauchrö-den auf unserem Territorium wurde zumindest konzipiert und eine Teilstrecke davon mit einer Wegebaumaßnahme in Etterwinden fertiggestellt. Einige Maßnahmen wur-den mithilfe der tatkräftigen Unterstützung von Vereinen realisiert. Woran wohl kei-ner denkt – das Fördern der Bemühungen des Heimat- und Kulturvereins Etterwinden um das Plattsprechen und die Einführung eines Tages des Ehrenamtes in der Gemeinde basieren auch auf der langfristigen Entwicklungsstrategie der Gemeinde. Damit soll Brauchtum und Tradition bewahrt und die Zusammenarbeit der Vereine, oft ortsteilübergreifend, stärker forciert werden.

Auch in diesem Jahr geht es ungebremst weiter. Im Haushaltsplan sind folgende Pro-jekte enthalten und finanziell untersetzt: Planungen zur Weiterentwicklung des Ob-jektes Hauptstr. 45 a/b in Gumpelstadt, Erschließung innerörtlicher Baulücken im „Forstgarten“ Waldfisch, Ausbau der Bahnhofstraße in Möhra, Sanierung der Brücke über den Thorbach in der Stiege in Gumpelstadt, Planungen zum Ausbau eines Landwirtschaftsweges in Etterwinden sowie im Förderschwerpunkt Witzelroda die Planungen zum dorfgerechten Umbau der ehemaligen B-19-Ortsdurchfahrt, der dorf-gerechte Ausbau der Straße der Einheit und die Revitalisierungsmaßnahmen des Ob-jektes Meininger Straße 13/15.

Somit werden am Jahresende etwa 60 Prozent aller Projekte des Dorfentwicklungs-programmes umgesetzt sein und/oder in die Umsetzung gebracht. Das ist ein durch-aus ambitionierter Stand für ein eigentlich langfristig angelegtes Programm, wenn auch immer wieder einzelne Planungen mit sich manchmal ändernden Ausgangsbe-dingungen in Einklang zu bringen sind. Gerade im Förderschwerpunkt Witzelroda sol-len Maßgaben einer dorfgerechten Gestaltung, also die innerörtliche Belebung, die Entlastung der Ortslage vom Durchgangs- und landwirtschaftlichen Verkehr und die Förderung der Zukunftsfähigkeit konsequent umgesetzt werden. Dazu tragen neben den schon erwähnten sichtbaren Baumaßnahmen auch „unsichtbare“ bei. Hierbei sind beispielsweise das Engagement der Gemeinde zur Auflösung von Erbengemein-schaften sowie der forcierte Breitbandausbau, der Anschluss an die zentrale Klärung sowie die Erweiterung des Gasnetzes zu erwähnen. Auch der Radwegeausbau wurde mit einem die neue B19 trassenbegleitend gebauten Wirtschaftsweg im Blick behalten und ebenso bekannte sich der Gemeinderat zur finanziellen Beteiligung zum Erhalt der Kirche. Unbedingt dazu gehören auch die Bemühungen von Privatpersonen zur Fassadengestaltung und Verschönerung ihrer Grundstücke.

Die Vielzahl an Maßnahmen zeigt, dass die Entwicklungsstrategie der Gemeinde, ein attraktiver Wohnstandort im ländlichen Raum zu sein, zielstrebig verfolgt wird. Auch die seit einigen Jahren stabil bleibende Einwohnerzahl spricht für sich. In Witzelroda wie auch anderswo in der Gemeinde geht es voran, im Kleinen wie im Großen. Die Umsetzung der Dorfentwicklung wird in der aktuellen Förderperiode wie geplant bis 2022 (Verlängerungsoption bis 2024) weitergeführt. Dazu hat sich auch die Stadt Bad Salzungen bereits im Eingliederungsvertrag bekannt.