Planfeststellungsverfahren L 1023 Möhra- Ettenhausen mit Neuanbindung der K 98

L 1023: von Bau- km 0+030,73 bis Bau- km 1+540,00
K 98: von Bau- km 0+000,00 bis Bau- km 0+590,67

Als Ergebnis des Erörterungstermins am 03.05.2015 in 36433 Moorgrund OT Witzelroda ist die Ausgangsplanung vom Straßenbauamt Südwestthüringen überarbeitet worden. Die Planänderung umfasst techni¬sche, landschaftspflegerische und grunderwerbsmäßige Änderungen.

Im Einzelnen sind folgende Änderungen vorgesehen:

Technische Änderungen:
– Führung der bauzeitlichen Umfahrung der L 1023 am Ortsausgang Möhra (links); zur bauzeitlichen Erschließung des Dharmazentrums wird bis zur Sorgstraße eine temporäre Baustraße errichtet
– Ergänzung eines neuen Gehbahnabschnittes am Ortsausgang rechts zwischen der Straße Am Rain und der Zufahrt zum Dharmazentrum
– Änderung und Ergänzung von Wirtschaftsweganbindungen und Feldzufahrten an der K 98 und L 1023
– die vorhandenen Drainagen im Neubaubereich der K 98 wurden in den Leitungsbestandsplänen ergänzt.

Landschaftspflegerische Änderungen:
– Überarbeitung der Bilanzierung des Landschaftspflegerischen Begleitplanes, damit einhergehend die Anpassung der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen
– die Maßnahme E2 wird an einen anderen Standort durchgeführt; die Maßnahme V3CEF entfällt
– die spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (saP) wurde überarbeitet

Änderungen der Grunderwerbsunterlagen:
Aufgrund der technischen und landschaftspflegerischen Änderungen ergeben sich auch andere Betroffenheiten. Die hieraus erfolgten Änderungen sind in den Grunderwerbsplänen und im Grunderwerbsverzeichnis dargestellt.

Die bauzeitliche Umfahrung der L 1023 wird am Ortsausgang Möhra (links) geändert, so dass sich die Grundstücksinanspruchnahme verringert.

Durch die vorgenommenen Änderungen werden Grundstücke in den Gemeinden
• Moorgrund mit den Gemarkungen Möhra und Gumpelstadt
• Marksuhl mit der Gemarkung Ettenhausen/ Suhl
beansprucht.

Der Plan (Zeichnungen und Erläuterungen) liegt in der Zeit

vom 12. Juni 2018 bis 11. Juli 2018

in der Gemeindeverwaltung Moorgrund, Bauamt, Am Rain 1, 36433 Moorgrund, während der Dienststunden
Montag von 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr
Dienstag von 7.30 Uhr bis 18.00 Uhr
Mittwoch von 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr
Donnerstag von 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr
Freitag von 7.30 Uhr bis 11.00 Uhr

zur allgemeinen Einsichtnahme aus.

Die Planungsunterlagen (Ausgangsplanung/ Planänderung) sind auch zu diesem Zeitpunkt auf der Homepage des Thüringer Landesverwaltungsamtes unter
(www.thueringen.de/th3/tlvwa/wirtschaft/planfestellungsverfahren) einsehbar.

Es wird jedoch darauf verwiesen, dass das in Papierform öffentlich ausgelegte Planexemplar maßgebend für das Planverfahren ist, da Abweichungen bei der elektronischen Wiedergabe nicht vollständig ausgeschlossen werden können.

1. Jeder, dessen Belange durch die Planänderung berührt werden, kann bis spätestens zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist, das ist bis zum 25.Juli 2018, beim Thüringer Landesverwaltungsamt, Ref. 540, Jorge-Semprún-Platz 4 in 99423 Weimar oder bei der Gemeinde Moorgrund, Am Rain 1, 36433 Moorgrund, Einwendungen gegen den geänderten Plan schriftlich oder zur Niederschrift erheben.
Einwendungen sind lediglich gegen die Planänderungen möglich. Soweit Einwendun-gen auch gegen die Ausgangsplanung erhoben werden, sind diese unzulässig.
Die Einwendung muss den geltend gemachten Belang und das Maß seiner Beein-trächtigung sowie Name und Anschrift des Einwenders erkennen lassen.
Nach Ablauf der Frist sind Einwendungen ausgeschlossen (§ 38 Abs. 5 Satz 1 Thüringer Straßengesetz).

Bei Einwendungen, die von mehr als 50 Personen auf Unterschriftslisten unterzeichnet oder in Form vervielfältigter gleich lautender Texte eingereicht werden (gleichförmige Eingaben), ist auf jeder mit einer Unterschrift versehenen Seite ein Unterzeichner mit Namen und Anschrift als Vertreter der übrigen Unterzeichner zu bezeichnen.
Anderenfalls können diese Einwendungen unberücksichtigt bleiben.

2. Rechtzeitig erhobene Einwendungen werden in einem Termin erörtert, der noch ortsüblich bekannt gemacht wird.
Diejenigen, die fristgerechte Einwendungen erhoben haben, bzw. bei gleichförmigen Einwendungen der Vertreter oder Bevollmächtigte, werden von dem Termin gesondert benachrichtigt.

Sind mehr als 50 Benachrichtigungen vorzunehmen, so können diejenigen, die Einwendungen erhoben haben, von dem Erörterungstermin durch öffentliche Bekanntmachung benachrichtigt werden.

Die Vertretung durch einen Bevollmächtigten ist möglich. Die Bevollmächtigung ist der Anhörungsbehörde durch eine schriftliche Vollmacht nachzuweisen, die zu den Akten der Anhörungsbehörde zu geben ist.

Bei Ausbleiben eines Beteiligten in dem Erörterungstermin kann auch ohne ihn verhandelt werden.
Das Anhörungsverfahren ist mit Abschluss des Erörterungstermins beendet.
Der Erörterungstermin ist nicht öffentlich.

3. Durch Einsichtnahme in die Planunterlagen, Erhebung von Einwendungen, Teilnahme am Erörterungstermin oder Vertreterbestellung entstehende Kosten werden nicht erstattet.

4. Entschädigungsansprüche, soweit über sie nicht in der Planfeststellung dem Grunde nach zu entscheiden ist, werden nicht in dem Erörterungstermin, sondern in einem gesonderten Entschädigungsverfahren behandelt.

5. Über die Einwendungen wird nach Abschluss des Anhörungsverfahrens durch die Planfeststellungsbehörde entschieden. Die Zustellung der Entscheidung (Planfeststellungsbeschluss) an die Einwender kann durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden, wenn mehr als 50 Zustellungen vorzunehmen sind.

6. Vom Beginn der Auslegung des Planes treten die Anbaubeschränkungen nach § 24 Thüringer Straßengesetz und die Veränderungssperre nach § 39 Abs. 1 Thüringer Straßengesetz in Kraft.

Gemeinde Moorgrund, 29.05.2018

gez. Knott
Bürgermeister